16. September 2021

Text: Karin Lochner | Funtensee: Der kälteste Ort Deutschlands ist gleichzeitig ein hochinteressantes Biotop. Hier darf ein Familienunternehmen Enzianwurzeln graben, obwohl der Funtensee mitten im Nationalpark Berchtesgaden liegt. Doch jahrhundertealte Rechte, die im Familientresor lagern, erlauben diesen Eingriff. Die Bilder von Peter von Felbert erzählen, wie die Enzianwurzeln sich in wochenlanger Arbeit vom Bergbrenner durch Hacken, Maischen und Veredeln in einen Schnaps verwandeln, der regelmäßig bei Verkostungen die höchsten Auszeichnungen bekommt. Und das ohne Strom, fließendes Wasser, ohne Technik und einzig durch harte Handarbeit. Ebenso, warum der Bergbrenner trotz der Einsamkeit, der Einfacheit und einem wochenlangen Leben voller Verzicht um nichts in der Welt mit einem anderen Beruf tauschen möchte. Jede Sommersaison lebt er für zwei Monate ein Leben wie vor Jahrhunderten. Ein Leben, das ihm das gesamte Jahr über – wenn er zurück im Tal ist – Kraft, Bodenständigkeit und eine tiefe Verbindung zu seinen Vorfahren schenkt.

Peter von Felbert –
bewegt sich auf dem Grad zwischen angewandter und künstlerischer Fotografie.
Jahrgang 1966, seit 1986 Reisen in 101 Länder, darunter Ägypten, Australien, Brasilien, Israel, Nepal, Senegal, Tuvalu und Katar. Er ist Künstler der Galerie Wittenbrink, seine Arbeit „Blaues Land“ wird durch Lumas vertreten, kommerzielle Arbeiten durch Stock4b, Getty und Plainpicture. Mehr auf felbert.de.


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